i3-Tagesseminar Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Bad Dürkheim

24 TeilnehmerInnen bekannten sich zum Fronhof II

Ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Bad Dürkheim ist seit einiger Zeit das erklärte Ziel des Vereins WohnWege e.V. Einige Mitglieder planen nun eine Projektgemeinschaft für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt im Fronhof II. Sie wollen gemeinsam in einer selbstgewählten Nachbarschaft leben und aktiv das Zusammenleben gestalten.

Tagesseminar mit 31 TeilnehmerInnen

In einem gut besuchten ganztägigen Seminar (die Teilnehmerzahl war auf 30 beschränkt) am Samstag, 22.Januar 2011 im Ungsteiner Haus in Ungstein bei Bad Dürkheim gab es nun die Möglichkeit, an diesem Projekt Interessierte kennenzulernen und erste Fragen zu klären. Wie könnte ein Projekt im Fronhof II aussehen? Wie ist die Finanzierung möglich? Welche Rechtsform bietet sich an? Was beinhaltet die Philosophie der i3-Community©? Was sind die nächsten Schritte, und wie kann ein Zeitplan aussehen?

Das Seminar wurde organisiert vom Verein WohnWege e.V. unter der Leitung der Vereinsvorsitzenden Katja Bär. Die Durchführung erfolgte in Zusammenarbeit mit Alexander Grünenwald und Berta Heyl von der BauWohnberatung Karlsruhe, die seit 2 Jahren den Verein bei der Verfolgung seiner Ziele berät.
Die Teilnahme am Workshop war für Mitglieder des Vereins WohnWege kostenlos. Interessierte Gäste konnten gegen eine Spende von 25 Euro teilnehmen.

Der Fronhof II: Projekt-Kooperation von WohnWege e.V., BauWohnberatung und Stadt Bad Dürkheim

Der Verein WohnWege e.V. arbeitet seit September 2006 mit einer Kerngruppe von ca. 20 Personen an seiner Vorstellung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts. Der Fronhof II bietet aktuell die realistischste Möglichkeit, die hoch gesteckten Ziele zeitnah umzusetzen. Von der BauWohnberatung Karlsruhe begleitete Gespräche mit dem Bürgermeister, dem Sozialdezernenten und dem Bauamtsleiter hatten zum Ergebnis, dass auch die Stadt Bad Dürkheim den Verein Wohnwege e.V. bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Projekts unterstützen will.

Dichtes Programm mit Raum für Diskussionen, Kaffeegespräche und köstliches Mittagessen im “Honigsäckel”

Nach der Seminareinführung durch die Vereinsvorsitzende Katja Bär und einer kurzen Vorstellung der BauWohnberatung durch Alexander Grünenwald und des Vereins WohnWege e.V. durch Regina Ziencyk gab es zu den angekündigten Themen am Vormittag mehrere kompakte Inputs mit den wichtigsten Informationen. In anschließenden Diskussionen konnten anstehende Fragen geklärt und Meinungen unter den SeminarteilnehmerInnen ausgetauscht werden. Schwerpunktthemen des Vormittags waren Thesen des Zukunftsforschers Prof. Dr. Horst Opaschowski und des ehem. Vereisvorsitzenden des bundesweiten Forums für Gemeinschaftliches Wohnen Dr. Albrecht Göschel sowie die Vorstellung des Finanzierungsmodells einer i3-Community©.

Die i3-Community© als künftiges Projektprofil

Die Wohnform der „i3-Community©“ bietet die Möglichkeit, dies in einer auf Nachhaltigkeit angelegten gemeindeintegrativen Projektgemeinschaft für Menschen auch mit unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen zu realisieren. Das Neubaugebiet Fronhof II ist in der Planungsphase und soll sich an das bereits bebaute Wohngebiet Fronhof I anschließen.

Auch in den Kaffeepausen gingen die Gespräche weiter bei leckerem Kuchengebäck, das die TeilnehmerInnen selbst beigesteuert hatten. Das umfangreiche und köstliche Mittagstisch-Angebot im Honigsäckel brachte den Zeitplan zwar etwas in Verzug, damit konnten sich aber alle TeilnehmerInnen sehr schnell abfinden…

Fronhof II bestimmte das Nachmittagsprogramm

Der Nachmittag startete zunächst mit einer nochmaligen Vertiefung der noch offen gebliebenen entscheidenden Fragen zu Kosten und Finanzierung, zu Betriebs- und Rechtsform.

Dann erläuterte Katja Bär, nicht nur Vorstandsvorsitzende des WohnWege e.V. sondern auch Mitglied des Stadtrates, ausführlich und kompetent zum Stand und Inhalt des künftigen Baugebietes Fronhof II. Der Bebauungsplan sei derzeit noch in der Entwicklung, eine Bebauung soll etwa ab 2013, ein Bezug spätestens bis 2015 erfolgen können. Aber gerade hierin liege eine große Chance: Derzeit könne noch Einfluss genommen werden auf die Festlegungen eines geeigneten Baufeldes für ein Projekt des WohnWege e.V.

Lebenshilfe Bad Dürkheim an Projektbeteiligung interessiert

Beate Kielbassa von der Lebenshilfe Bad Dürkheim berichtete von dem Interesse der Organisation mit WohnWege bei solch einem Projekt zusammenzuarbeiten; das Stichwort war “Gemeinde integrierte Wohnformen”, ggf. auch Mitwirkung bei zu betreibenden Einrichtungen innerhalb des Gesamtprojekts.

24 TeilnehmerInnen bekannten sich zum Fronhof II

Natürlich ist ganz entscheidend, wie viele ernsthafte InteressentInnen dazu bereit wären, die nächsten Schritte zur Vorbereitung eines solchen Wohnprojektes mitzutragen. Unter den Anwesenden gab es spontan 24 Interessierte, die sich ein gemeinschaftliches Projekt im Fronhof II vorstellen könnten. Es wurde deutlich, dass der Zeitpunkt ganz entscheidend sein wird; zu lange wollen und können einige der Interessierten nicht warten.

Mehr Infos unter
www.wohn-wege.de

Hier noch der Link zum Veranstaltungshinweis im Rhein-Neckar-Web vom 19. Januar 2011