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Gemeinschaftliches Wohnen als neues Marktsegment
  • Mit dem Slogan-Titel: "Raus aus der Nische - Rein in den Markt! - Ein Plädoyer für das Produkt "gemeinschaftliches Wohnen" haben Schader-Stiftung und Stiftung trias Ende 2009 eine stolze (166 Seiten) Broschüre auf den Markt gebracht. Von 24 Autoren (die üblichen Verdächtigen) wurden alle Fragen um das gemeinschaftliche Wohnen anhand von Beispielen - zum Teil sehr ausführlich - abgehandelt. Besonders interessant die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Engagements und Förderinstrumente der einzelnen Bundesländer.

    Bald darauf folgte die noch nötigere, dankenswerter Weise sehr diszipliniert strukturierte und aufs Wesentliche konzentrierte Broschüre: "Rechtsformen für Wohnprojekte", diesmal allein von der Stiftung trias herausgegeben. Ein praktisches Hilfsmittel und Hanwerkszeug mit einem informativen juristischen Teil, aber auch vielfältigen Beispielen gemeinschaftlich organisierter Wohnprojekte (Einzelpreis € 5,-- incl. Porto, Sammelbestellungen: € 3,50 plus Porto). Im übrigen sehr zu empfehlen!

    Es zeigt sich immer mehr, dass diese urprünglich marginale Nischenprodukt mittlerweile große Zuwachsraten einfährt, die Wohnungswirtschaft auch längst begonnen hat, sich diesen Wachstumsmarkt auch selbst zu nutze zu machen. Allerdings ist hier der kritische Blick zu empfehlen: Oft sind es Mogelpackungen, die sich nur der neuen Begrifflichkeiten bedienen. Also aufpassen vor alten Hüten in neuer Verpackung!

  • Heute wurde nun die Einladung zu einer für den 13. und 14. Oktober geplanten Fachtagung im Schader-Forum Darmstadt versandt: "Rendite durch Wohnen und Leben - Potentiale Gemeinschaftlicher Wohnformen..."

    Aus dem Anschreiben des Veranstalters: "Das Entstehen neuer Solidaritäten, das vermehrte Setzen auf Gemeinschaftsformen, wie wir es in der zunehmenden Verbreitung und steigenden öffentlichen Wahrnehmung gemeinschaftlicher Wohnprojekte erleben, eröffnet neue Wege. Nicht nur die am gemeinschaftlich Wohnen persönlich Interessierten können profitieren. Auch Wohnungswirtschaft, Banken, Kommunen und Kreise sowie das Sozial- und Gesundheitswesen können Nutzen ziehen, wenn sie sich am wachsenden Marktsegment gemeinschaftlicher Wohnprojekte beteiligen."

    Das gesamte Programm kann heruntergeladen werden unter: http://www.schader-stiftung.de/docs/programm_rendite_durch_wohnen_und_leben.pdf

  • OK, diese Konferenz klingt sehr attraktiv - hoffentlich gehen auch die Banker und Bürgermeister dorthin. Wie wäre es, wenn jeder "seinem" Banker/Bürgermeister und seinem Netzwerk dieses Programm schicken würde? Wir sind doch alle ein bischen Guerilla. Ich fang mal damit an. Ihre Claudia Ollenhauer

  • "Zukunftsgerechtes Wohnen - vom Wohnen im Alter zum Wohnen für Alle"

    Sonja Schwarzls Vortrag zum Wohnhof Wiesloch, einem Leuchtturmprojekt in der Metropolregion

    Das möchte ich allen am Wohnhof Atrium in Wiesloch - aber auch allgemein an Wohnprojekten Interessierten - nicht vorenthalten. Sonja Schwarzl, eine der künftigen BewohnerInnen der i3-Community in Wiesloch, hat am Mittwoch mit offensichtlichem Spaß Ihren Vortrag über den Wohnhof Wiesloch in der Print Media Academie in Heidelberg gehalten. Und sehr gute Resonanz von den ca. 200 Besuchern der Veranstaltung erhalten. Mit dem Einverständnis von Sonja Schwarzl stelle ich hier den von ihr am nächsten Morgen als E-Mail verschickten Text im Forum vor:

    "Guten Morgen Ihr Lieben,

    wollte nur mal schreiben, dass der Vortrag gestern sehr gut lief und auch gut aufgenommen wurde. Mir ist jetzt erst richtig bewusst, dass wir tatsächlich eines der Leuchtturm-Projekte der Metropolregion sind, in der Ausprobierphase eines zukunftsgerechten Wohnens für alle. Mir hat es viel Spaß gemacht, unser Projekt vorzustellen. Ich glaube auch, dass einige der Anwesenden auf neue Art gelernt haben, was es bedeutet als Baugruppe ein so großes Bauprojekt zu stemmen, wie wir das tun. Sprich: Mit wieviel Risikobereitschaft, Zeit, Kraft und Abstimmungsbedarf das Ganze verbunden ist. Die Teilnehmer kamen fast alle aus professionellem Kontext; Stadtplanung, Zukunftsforschung, Wohnungsbaugenossenschaften. Und dazu Stimmen aus Projekten (Prisma und wir) und von Projektbegleitern (BWK und Stiftung trias).

    Und ich habe mich richtig gefreut, zu unserem Wohnhof Atrium dazu zu gehören. Warum tut man sich sowas an? Meine persönliche Antwort: Ich gestalte mein zukünftiges Wohnumfeld von Anfang an mit, und zwar nicht nur in planerischer architektonischer Hinsicht, sondern gerade auch explizit in sozialer Hinsicht. Mit wem ich wie langfristig zusammen in naher Nachbarschaft leben will, hier kann und muss ich es gestalten. Es gibt mir eine neue Freiheit in Verantwortung, eine Wahl treffen in einer Zeit, in der Umbrüche, Flexibilität, schneller Wandel und schier unendliche Möglichkeiten der persönlichen Lebensgestaltung immer mehr vom Einzelnen verlangen. Eine Wahl für Dauerhaftigkeit und soziales Miteinander, zusammen mit anderen Menschen, die eine ähnliche Ausrichtung haben. Danke Euch, dass Ihr diese Möglichkeit eröffnet!

    Das ist jetzt fast philosophisch. Muss auch mal sein

    Viele Grüße, Sonja"

  • Vielleicht ganz interessant:

    In "ZEIT ONLINE" vom 30. Mai 2013 gibt es einen Artikel zur Rubrik Demografie: "Älter Wohnen, Einsamkeit im Alter? Nein Danke" von Veronika Frenzel. In dem Artikel wird die Juristin Andrea Töllner vom Forum Gemeinschaftliches Wohnen zitiert.

    Andrea Töllner schätzt, dass inzwischen jeder Dritte über 55 Jahre darüber nachdenkt, in ein Wohnprojekt zu ziehen. Dennoch liege die derzeitige Gesamtzahl von Wohnprojekten lt. Töllner nur bei etwa 3.000.

    Grund dafür, so Töllner: "Oft verhindern finanzielle Schwierigkeiten das Projekt, entweder weil sich kein Investor findet oder weil die Menschen Angst vor den Kosten haben, die auf sie zukommen können. Noch öfter scheitert es daran, dass die Menschen sich die Veränderung dann doch nicht zutrauen."

    Hier der Link zum ZEIT ONLINE Artikel

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